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Yoga für Menschen mit Besonderen Bedürfnissen

Wie sieht ein Yoga für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie bspw. Übergewicht oder einer Behinderung aus? Der Begriff Accessible Yoga erinnert uns daran, dass Yoga für alle Menschen mit unterschiedlichem Körperbau anwendbar ist. Und dies nicht nur für gesunde, weisse, schlanke und junge Personen.

Ausbildung Accessible Yoga in England

Wie Accessible Yoga aussehen kann, haben wir für dich hier zusammengestellt. In der Hoffnung, dass Yoga wieder zu dem wird, was es bei seinem Ursprungsort Indien mal war: Eine Volksbewegung! 

Yoga ist eine Reise nach Innen

Es gilt sich als aller erstes von der Vorstellung zu lösen, wie Yoga auszusehen hat. Wie du hier lesen kannst, gibt es verschiedene Verständnisse davon, was Yoga ist. Viel zentraler als das Bild ist allerdings das Gefühl, das eine Atem- oder Körperübung im Innern auslöst. Es geht um das Erforschen der Innenwelt. Welche Gedankenmuster existieren in meinem Körper und wie und wann zeigen sich diese? Wie sieht die Beziehung zwischen Geist und dem Atem aus? Und auf welche Art und Weise reagiert mein Geist auf Bewegung, Herausforderung und Entspannung? Wie fühlt sich eine Körperübung an? Was ist das Gefühl nach der Ausführung? 

Durch das Beantworten dieser Fragen finden wir für alle, egal mit welchen körperlichen Bewegungsmöglichkeiten, die/derjenige ausgestattet ist, einen Zugang zu Yoga. Eine Yogapraxis, die den Geist miteinbeziehen durch Atemübungen, Meditation und/oder Bewegungsmeditationen, wird zudem gehaltvoller als eine Yogapraxis, die ausschliesslich aus Körperübungen besteht.

Umdenken! Schneller ist nicht besser

Yoga ermöglicht, dass alle Teilnehmenden ihre eigenen Grenzen und ihr eigenes Potenzial erforschen können. Das bedeutet, dass die Kursleitung den Nutzen oder den therapeutischen Effekt einer Asana kennen muss, um für die körperlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden entsprechende Anpassungen vornehmen zu können. Und es gilt sich vom Gedankenmuster zu verabschieden, dass eine Form als besser oder fortgeschrittener als eine andere beurteilt wird. Quält man sich durch eine forderendere Übung, fehlt der Einklang zwischen Körper und Geist. Beim Yoga geht es um Selbsterkenntnis, nicht um Gymnastik. Wie Matthew Sanford sagt, geht es darum, von innen heraus zu arbeiten. 

Praktiken mit Hilfsmitteln anpassen

Es gibt viele hilfreiche Techniken, um Asanas zugänglich zu machen. Zu diesen Techniken gehört die Verwendung von Hilfsmitteln zur Unterstützung des Körpers, die Änderung der Ausrichtung von Posen, das Zerlegen von Posen in Teile. Es ist hilfreich, viele Variationen einer Pose anzubieten und den Teilnehmenden zu helfen, die für sie am besten geeignete Umsetzungsvariante zu finden, die körperlich passt und auch dem Geist zu Wohlbefinden verhilft.  

Stuhl-Yoga entstigmatisieren

 Ich bin ein großer Befürworter von Stuhl- und Wand-Yoga. Der Stuhl ist eine Stütze, die ein breites Spektrum an Teilnahmemöglichkeiten bietet und Menschen, die denken, dass Yoga nichts für sie ist, eine ermächtigende und positive Erfahrung bieten kann. Egal ob der Stuhl alters- oder gewichtbedingt beigezogen wird, oder aufgrund einer Behinderung der Lebensbegleiter ist.

Barrierefreiheit scheint doch ganz mühelos möglich zu sein, oder nicht? Wenn wir schon in der ganzen Welt für Gleichberechtigung kämpfen, dann sollte es zumindest 2020 auch möglich sein Yoga für so viele Menschen wie nur möglich zugänglich zu machen. Unabhängig ihrer körperlichen Voraussetzungen, ihres Geschlechts und ihres Alters.

Stefanie Weber

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